Ein neuer Star ist da: die Behike 58!

Jetzt ist es offiziell, auch wenn erfahrene Aficionados es schon eine Weile wussten – über unsere Website 😉.
Wir haben die Behike 58 neben weiteren grossartigen Neuheiten am XXV Festival del Habano in Havanna, Kuba, gesehen. Ausserdem besuchten wir die Region Vuelta Abajo und die Fabriken und nahmen an den Dinners und weiteren Anlässen teil. Begleiten Sie uns durch das Festival.
Tag 1
Der erste Tag begann mit einer Pressekonferenz, an der Habanos S.A. die Neuheiten des Festivals vorstellte:
- Behike 58
- Romeo y Julieta Amantes
- Montecristo & Punch Ediciones Limitadas
- Trinidad Villa
- H. Upmann Magnum 50 Gran Reserva Cosecha 2019
Wir besuchten die Fachmesse des Festival del Habano, an der einige der neuen Zigarren ausgestellt waren. Das 15-jährige Jubiläum der Behike-Linie war ein zentrales Thema der Messe.
Die gesamte Behike-Linie erhält ab sofort neue Bauchbinden mit NFC-Technologie sowie Fussbinden. Auch die Kisten haben nun ein geschwungenes Design und NFC-Chips.

Alle warteten auf die Welcome Night, einen Anlass zum 150-jährigen Bestehen von Romeo y Julieta.

Der Veranstaltungsort in der El Laguito Reception Hall in Havanna stand ganz im Zeichen der Liebe und war in Rot dekoriert. Die geladenen Gäste waren gebeten worden, passend zum Thema in Rot (Damen) und Weiss (Herren) zu erscheinen.

Wir wurden mit einem Willkommensgeschenk begrüsst: einem Set aus Feuerzeug und Cutter im Romeo-y-Julieta-Design sowie einer Kiste mit 3 Romeo y Julieta Amantes.
Die Amantes, kreiert zum 150-jährigen Bestehen der Marke, war der Star des Abends. Die Amantes ist eine Zigarre mit Ringmass 53 und einer Länge von 153 mm. Das Fabrikformat (Vitola de Galera) heisst Sobresalientes. Sie trägt eine spezielle Bauchbinde «Romeo y Julieta 150 Aniversario» sowie eine Fussbinde mit schillerndem Ring. Sie ist in Kisten zu 20 oder 5 Zigarren erhältlich, beide einlagig.


Der Veranstaltungsort der Welcome Night verfügte über einen (klimatisierten) Innen- und einen Aussenbereich. Die Hauptbühne, die Getränkestände und das DJ-Pult befanden sich drinnen. Draussen gab es das Catering, einige Sitzgelegenheiten und eine schöne Fotobox im Romeo-y-Julieta-Design.
Das Wetter war regnerisch, doch ein Teil des Aussenbereichs war überdacht. Die meisten Gäste hielten sich draussen auf, was mich erstaunte, denn drinnen war es nicht nur klimatisiert, sondern das Rauchen war auch erlaubt.
Auf der Hauptbühne wurde die Vitola präsentiert, danach übernahmen Bands mit Livemusik.

Insgesamt war es ein gut organisierter Anlass, wenn auch nicht ganz ohne Pannen. Die Willkommensgeschenke gingen aus, sodass sich einige Gäste eintragen mussten, um sie später zu erhalten.
Tag 2
Am zweiten Tag besuchten wir Plantagen in der Vuelta Abajo. Unsere Gruppe hatte das Glück, die Plantage des Produzenten Héctor Luis Prieto in San Juan y Martínez zu besuchen.

Wir erhielten eine kleine Führung über die Plantage, und man erklärte uns den Tabakanbau. Ein interessantes Detail: Die Deckblätter wachsen unter einem Netz, das sie vor der Sonne schützt. Dadurch werden sie dünner, weicher und elastischer.

Danach zeigte man uns die Trocknungsscheunen, wo uns das Trocknen der Tabakblätter erklärt wurde.

In einer kleinen Fabrik, fünf Minuten von der Plantage entfernt, lernten wir die Fermentation kennen und erfuhren, wie die Tabakblätter sortiert und klassifiziert werden.
Wussten Sie, dass die Temperatur in den Fermentationsstapeln wegen der Dämpfe steigt, die bei der Fermentation freigesetzt werden? Die Temperatur wird überwacht, damit sie 42 Grad Celsius nicht übersteigt.
Danach sahen wir, wie die Arbeiterinnen und Arbeiter die Tabakblätter nach Grösse und Qualität klassifizieren und entrippen (die Hälfte der Mittelrippe des Blattes wird entfernt).

Schliesslich werden die Blätter verdichtet und in Ballen gelagert, um an Habanos übergeben zu werden. Die Ballen werden mit dem Produktionsdatum, der Plantage, auf der der Tabak gewachsen ist, und weiteren relevanten Angaben beschriftet.
Interessant: Die Produzenten wissen nicht, für welche Marke ihr Tabak verwendet wird.
Tag 3
Den Mittwoch begannen wir mit einer Zigarre und einem Rum – ein wunderbarer Start in den Tag! Der Grund war der Pairing-Workshop, der am Festival stattfand. Wir erhielten eine Zigarre und zwei Rums von Ron Cubay. Die Gastgeber erklärten das Pairing, während wir es selbst erlebten.

Am Nachmittag fand ein weiterer Pairing-Workshop mit einer BHK 54 und einem Whisky von Dalmore statt. Der Vertreter von Dalmore sprach über den Whisky und lud uns in die Dalmore-Destillerie in Schottland ein.
Übrigens: In der Destillerie darf man Zigarre rauchen!
Mein Höhepunkt des Festivals war die Präsentation der Vitola H. Upmann Magnum 50 Gran Reserva Cosecha 2019. Der Anlass fand im Saal der verlorenen Schritte im Nationalen Kapitol statt. Ein erlesener Ort!

Wir wurden mit einem Willkommensgeschenk begrüsst, das 3 Zigarren H. Upmann Magnum 50 Gran Reserva Cosecha 2019 und einen Feuchtigkeitssensor enthielt.
Anschliessend führte man uns auf einen schönen Balkon zu Aperitif, Häppchen und einer Zigarre.
Danach nahmen wir im Speisesaal Platz, der schlicht spektakulär war. Die hohen Decken, die Kronleuchter, die Marmorböden, die Säulen, die Dekoration – alles war erstklassig.
Mehrere Live-Darbietungen trugen zum Ambiente bei, und das Essen war hervorragend.

Tag 4
Tag 4 war dem Besuch der Fabriken gewidmet. Wir wurden der Partagás-Fabrik zugeteilt und rasch in einen leeren Rollsaal im obersten Stockwerk geführt.

Der Grund? Wir sollten die Zigarren selbst rollen!

Ein Meister-Torcedor demonstrierte den Ablauf über einen Beamer, und viele Torcedores halfen uns. Wir erhielten Tabakblätter, ein Messer und eine Holzform, um die Zigarren zu rollen.

Am Abend besuchten wir ein Seminar über die Geschichte der Behike. Dazu erhielten wir eine Behike 52 und einen feinen Rum.
Wir erfuhren allerlei Interessantes, angefangen bei den ersten Ureinwohnern Kubas, die Tabak nutzten: den Taínos.
Wir erfuhren, wie die erste Behike entstand, gerollt von Norma Fernández. Sie wurde für das Festival del Habano 2006 zum 40-jährigen Jubiläum von Cohiba kreiert. Die Behike war so beliebt, dass man beschloss, sie in die reguläre Produktion aufzunehmen. Die Behike-Linie erschien 2010 mit Vitolas in den Ringmassen 52, 54 und 56. Fünfzehn Jahre später feiert Habanos dieses Jubiläum mit der Einführung der Behike 58.


Anschliessend wurden die Geheimnisse des Medio-Tiempo-Blattes enthüllt, zusammen mit dem besonderen Aufwand, den sein Anbau erfordert.
Schätzungsweise erreichen nur 3 bis 5 % aller in der Sonne gewachsenen Blätter die Stärke von Medio Tiempo.
Und hier einige Medio-Tiempo-Blätter, bereit für ihren Weg in einige Behike 56:

Es folgten viele weitere Fakten, etwa zu den Verkostungen vor der Lancierung der Behike-Linie, zur Ausbildung der Torcedores, zur Auswahl der Bauchbinden und mehr.
Tag 5
Und nun zum grossen Finale, der Gala Night. Die Gala Night ist der wichtigste Anlass des Festivals und fand im PABEXPO-Center statt.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Behike.

Wir erhielten die folgende Geschenkbox mit den vier Behike-Vitolas zum 15-jährigen Bestehen der Linie.

Die Zigarren zum Menü werde ich wohl nie vergessen:

- Cohiba Medio Siglo
- Cohiba Behike 52
- Cohiba Behike 54
- Cohiba Behike 56
- Cohiba Behike 58

Ich bezweifle, dass ich je wieder ein solches Menü erleben werde.
Die Gala bot mehrere Shows mit Tänzerinnen und Tänzern sowie Sängerinnen und Sängern zu verschiedenen Themen wie den Taínos, traditioneller kubanischer Musik, amerikanischer Musik und mehr.
Zwischen den Shows fand die Humidor-Auktion statt. Dabei handelt es sich um einen traditionellen Wohltätigkeitsanlass, dessen Erlös dem kubanischen Gesundheitswesen zugutekommt.
Am teuersten war der Behike-Humidor.

Meine liebsten Humidore in Sachen Design waren jene von Hoyo de Monterrey und Montecristo.


Und hier noch einige mehr:




Insgesamt kamen 16,25 Millionen Euro zusammen. Der Humidor Cohiba Behike BHK stellte mit 4,6 Millionen Euro einen neuen Rekord für den teuersten je verkauften Humidor auf.
Fazit
Wir haben das XXV Festival sehr genossen. Zu unseren Höhepunkten zählten die Vorstellung der Behike 58, der Anlass zur H. Upmann Gran Reserva im Kapitol, der Besuch der Plantagen in der Vuelta Abajo, das Rollen unserer eigenen Zigarren und natürlich die Gala Night. Organisatorisch gab es zwar einige Pannen, doch Habanos wird jedes Jahr besser. Wir freuen uns auf das XXVI Festival!





